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VERKNÜPFUNGEN

VERKNÜPFUNGEN

KUNSTHARZBÖDEN ABC

Imprägnierungen

Das Aufbringen von dünnflüssigen Imprägnierungen erfolgt zunächst im überschuss bis zur Sättigung und wird mittels Farbrolle, Bürste oder Pinsel gleichmäig auf die vorgesehene Schichtdicke verstrichen. Besonders bei lösemittelhaltigen Produkten ist Pfützenbildung zu vermeiden. Eine Imprägnierung wird gewöhnlicherweise nicht mehr überarbeitet und dient eher als einfacher Betonanstrich oder Oberflächenverfestiger poröser Untergründe.

 

Kratzspachtel

Zum Ausgleich von kleineren Unebenheiten, strukturierten Oberflächen oder tiefsitzenden Lunkern ist ein Kratzspachtel sehr nützlich. Die Spachtellmasse auf Basis eines Beschichtungsharzes wird mittels Glättkelle über das Größtkorn abgezogen. Dabei muss die Kelle mehrmals in beiden Richtungen hin und her gezogen werden, damit sich tiefer gelegene Hohlräume vollständig schließen. Durch den trägen Füllstoff können so Krater und Poren verschlossen werden, ohne dass sich die darin enthaltene Luftblase während der Härtung herausdrücken kann. Dadurch verhindert man die so genannten Nadelstichkrater, die bei elbstverlaufenden Beschichtungen auf sehr porösen Untergründen gelegentlich auftreten. Eine vorausgegangene niedrigviskose Grundierung kann weiterhin eine Verbesserung bringen.

 

Grundierungen

Grundierungsarbeiten erfolgen grundsätzlich porenfüllend bis zur Sättigung des Untergrundes in einem Arbeitsgang. Wird dabei das Grundierharz vom Untergrund vollständig aufgesaugt, muss sofort vor dessen Härtung erneut nass-in nass nachgrundiert werden, bis ein geschlossener Harzfilm verbleibt. Bei sehr unebenen Oberflächen darf keine Pfütze zurückbleiben, da es sonst zu einer Überreaktion aufgrund zu hoher Schichtdicke kommen kann. Ohne großen Pressdruck wird die Grundierung mittels Gummischieber, besser noch über dessen gummierte Zahnkante, vorverteilt und im Kreuzgang mit der Lackierwalze (Farbrolle) gleichmäßig überarbeitet. Eine flächenweise Kontrolle des Mengenverbrauchs kann hier sehr hilfreich sein. Zwecks besserer Zwischenhaftung sollte die Grundierung vor deren Erhärtung offen (leicht) mit Quarzsand 0,7 – 1, 2 mm eingestreut werden.

 

Versiegelungen

Man unterscheidet zwei Versiegelungsarten: Einmal sind damit dünne, ein- oder zweimalig aufgetragene Anstriche gemeint, die nicht mehr überbeschichtet werden und eine eigenständige, preiswerte Schutzschicht vor Abrieb oder Chemikalien darstellen. Zum anderen ist damit auch eine letzte Schicht auf einem dickeren Belag gemeint. In diesem Fall erfüllt sie auch die Funktion eines kratzfesten oder chemikalienfesten Oberflächenüberzugs. Hierzu sind lediglich Farbrollen mittlerer Haarlängen geeignet. Dabei ist auf absolute Fusselfreiheit zu achten. Auch hier kann man mit dem Gummischieber zun.chst vorverteilen und mittels Rolle im Kreuzgang nacharbeiten. Dabei soll die Rolle große Wegstrecken in einem Stück zurücklegen, am besten quer zur Arbeitsrichtung, damit Ansatzspuren vermieden werden. Damit die Lackierwalze lange verwendet werden kann, muss diese nach jeder neuen Harzmischung bis zum Rollenkern ausgedrückt werden, da sonst die Härtung von innen zu schnell beginnt. Das ordentliche Aufbringen des Versiegelungsfilms erfordert hohe Sorgfalt. Wird die Farbrolle zu oft und zu spät immer wieder in die dünne Schicht eingerollt, treten Härtungsstörungen oder optische Mängel auf, da hierdurch die Paraffinschicht, die sich an der Oberfläche des Harzfilms ausbildet. Zur Vermeidung von Glanzstellen oder Vergilbungen in der Fläche darf keine Pfützenbildung auftreten.

 

Beschichtungen

(0,3 – 2 mm)

Selbstverlaufende Beschichtungen werden mittels Glättkelle, Schwertkelle oder Rakel appliziert. Danach erfolgt die überarbeitung mit einer Versiegelung.

 

Beläge

(2,0 – 6,0 mm)

Beläge sind in der Regel etwas dickere Beschichtungen. Hierzu gilt das zuvor Gesagte wie bei Beschichtungen. Glättbare Beschichtungen erfordern besonderes handwerkliches Geschick zur Vermeidung von Kellenschlägen. Hierzu wird die gewünschte Schichtdicke mittels Stiftrakel grob vorgezogen und mit der Glättkelle manuell verdichtet und geglättet.

 

Estrich, Mörtel, Ausgleichsmassen

Mörtel sind aufgrund ihrer dünnflüssigen Konsistenz selbstverdichtend und können fast als selbstverlaufend bezeichnet werden. Deshalb sind keine besonderen Verlegegeräte notwendig. Abziehlehren und Glättkelle sind hierzu das notwendige Handwerkszeug.

 

Dekore

Für eine schöne und zweckdienliche Oberfläche ist das Dekor ausschlaggebend. Man unterscheidet zwischen Farbe, Rutschfestigkeit und Struktur. Der Farbton wird hauptsächlich durch das Pigment als Pulver, als Korn oder als Farbchips gebildet. Dagegen ist die Rutschfestigkeit von der Größe des mitverwendeten Grobkorns abhängig. Strukturen erzeugt man durch die Form und Art von mitverwendeten Strukturkörpern. Im Einzelnen unterscheidet man Universalfarbton glatt oder rau, Pfeffer/Salz-Effekte durch das Kombinieren verschiedener Farbsande (eingemischt oder eingestreut) oder durch die farbige Variation von Strukturkörpern wie Farbchips, Folienstanzlinge, Lacksprühfäden oder Sprühtropfen. Nur in wenigen Fällen werden Naturfarben der Füllstoffe als solches akzeptiert. Granulate, Einstreusande, Farbchips oder Sprühfäden werden zweckmäßigerweise nochmals mit farblosen Versiegelungen überarbeitet.

 

Rutschfeste Oberflächen

Freiflächen oder Nassräume müssen oft rutschfest ausgeführt werden. Man unterscheidet gemäß den Vorgaben des Berufsgenossenschaftlichen Instituts für Arbeitssicherheit mehrere Rutschfestigkeitsklassen, die man mit „R“ bezeichnet. Unterschiedliche Rutschfestigkeiten kann man durch die Korngröße eines Einstreugranulates und/oder durch die Menge der verwendeten überversiegelung einstellen. Hierzu sind die Vorgaben unserer Prüfzeugnisse und Beschichtungssysteme zu beachten.

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